Über mich
Mein Name ist Edwin Florina Greve. 1993 wurde ich in Pforzheim geboren - zu einer Zeit und in einer Stadt, in der öffentliche Linienbusse noch keine Rampen hatten. Geboren wurde ich als Kind kosovo-albanischer Geflüchteter; aufgewachsen bin ich in einer weißen, deutschen Pflegefamilie, deren Nachnamen ich seit meiner Einbürgerung 2001 trage. Elektrorollstuhl fahre ich seit ich fünf Jahre alt bin.
Bürokratie ist seit jeher ein fester Bestandteil meines Lebens. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Zugangshürden meist nur mit sehr viel persönlichem Aufwand und mit Unterstützung solidarischer Einzelpersonen oder Gruppen zu überwinden sind. Aber Zugang darf nicht von Glück oder vom persönlichen Umfeld abhängig sein. Solche Zustände und die Srukturen, die sie erhalten, gilt es zu überwinden. Dafür, dass wir das, was wir haben, solidarisch teilen und das, was uns fehlt, gemeinsam erschaffen und für alle zugänglich machen.
Seit fast zehn Jahren lebe ich in Berlin, engagiere mich ehrenamtlich in Projekten für Teilhabe und gegen Diskriminierung und arbeite u.a. als Grafiker, Webdesigner und Antidiskriminierungs-Trainer in Workshops.
Aktiv war ich u.a. beim Queeren Jugendnetzwerk Lambda Berlin-Brandenburg e.V., wo ich eine Jugendgruppe leitete und ehrenamtlicher peer-to-peer Berater für Fragen rund um Coming Out war. Bei GLADT e.V. war ich in einem Projekt engagiert, das geflüchteten LSBTIQ auf der Wohnungssuche und bei Behördengängen zur Seite stand, außerdem bei queer barrierefrei sowie in kleineren Initiativen. Heute bin ich vor allem in der politischen Bildungsarbeit tätig.
